Erna jeht zur Filmpremiere

Jut, det ick Se treffe! Kennse noch det Lied: Först wi teek Menhetten, then we teek Börlinn?* So kommtet mir jrade ooch vor: Erst ham de Fülmemacha Nu Jork in Schutt und Asche jelecht, jefrostet, abjefackelt, jeflutet, atomisiat, und King Kong war ooch schon da. Jetze is det offenba langweilich jeworn, und nu jehtet unsan schön’ Berlin an’n Kraren.

Neulej wolltense den Feansehturm mitn Tornado umpustn, und an Sonntag kommt ja uff PRO 7 „Det Inferno – Flamm üba Berlin“. Mit den schicken Klaus Jott Behrendt. Joi, da kann sich meen Karl echt hinta vastecken, mit sein Bierbauch. Also nich, det der mit sein Bierbauch (hatta imma noch nüscht jejen jetan, ick jebs bald uff, wa) hinter den Klaus nicht ßu sehn wär, sondern dea Klaus macht ehmt mea hea. Und - ick sach Se wat – dea sieht ja in echt noch ville bessa aus, als in Feansehn.

Woher ick det weeß? Ach, haick det no janich jesacht?

Also, die Müllan, wat meene Nachbarin is, die kenn Se ja. Die hat von ürgentson dubiosen Liebhaba ne Einladung ßu die Fülmpremjeere von den Fülm jekricht.

Ja, echt, de Fülme wern voahea int Kino jezeicht, mit Heppchen und Wein hintahea, und mit all die Schauspiela, die da mitjemacht ham, und Drehbuchautoan, Produßenten, Reschissör, die Leute vonne Speschel iiefeckts und alle ehmt. Die waan nach den Fülm alle vorne uffe Bühne.

Immahin waan det ja de Produßenten, die neulej den Oskaa jekricht ham, für det Lehm von die Andan, oda wie det hieß. Un hintahea hamwa ßusamm anne Tüsche rumjestann. Mit Blick uffn Feansehturm. Wa glei nehman. Aba det späta, ick wollte ja wat ßu den Fülm saren:

Voll-dea-Hamma! Nüscht füa schwache Nerven, sarick Ihn. Aba toll, sollten Se unbedingt kieken ann 21.5. 07. Und ick schwöa Sie, Se jehen jarantieat in Ian janzen Lehm hintahea nich mea freiwillich uffn Feansehturm ruff. Voll jruselich. Un dettet da jleich an Anfang so dolle brennt, det liecht an den sojenannten Feuasprung, det hat mia dea Drehbuchautoa höchstpasönlej eakleat. Haick ma nämlej echt jewundat drüba, aba det jibtet in echt, wa.

Ja, un echt waan ehmt ooch de Schauspiela! Stelln Se sich voa, ick hab den Benni vonne Linnstraße jesehn! Der is ja schon lange doot, wa, dea Benni, aba ßun Jlück dea Christian Karmann nich, dea afreut sich besta Jesundheit, sonst hätta ja ooch den Feuafülm jetze nich machen könn, wa?

Aba, dettie Müllan ihn uff Benni anjesprochen hat – dea Aaaame! Det klebt an ihn, un ea württie Rolle nich mea los, wa. Andraseits waret ja kuhl von die Müllan, dettie sich übahaupt jetraut hat, den anßusprechn. Den Klaus Jott, mit den hättick mia ja jern untahalten, wa, aba ick wa ville ßu schüchtan daßu. Na, vlei neechstema.

Soll sich die Müllan den Liebhaba ma schön waamhalten. Un denn kommick mit uffde neechste Premjeere, so waa ick Erna Pachulke heiße.

*First we take Manhattan, then we take Berlin, Leonard Cohen


(c) Petra A. Bauer, 05/2007
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  • Mittwoch, 17. Oktober 2018 | AUTORIN | SCHREIBEN & VERÖFFENTLICHEN
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    Keine Zeit für Verzweiflung?
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    Blogparade: Meine Schreibzimmer - Wo schreibe ich?
    Toni Scott von little-edition.de hat mich nochmal an die Schreibzimmerblogparade von Ricarda Howes schreibsuechtig.de erinnert, die ich beinahe vergessen hätte. Und nachdem Toni offenbar auch schon diverse Schreibplätze hatte, will ich euch mal von meinen erzählen:
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