Erna kiekt ausn Fensta

Jut, det ick Se treffe!
Komm Se ma rin, könn Se rauskieken! Aba schön hinta de Jadine, muss ja keena sehn, det wa kieken wat da unten los is!
Sehn Se det? De Wahl hat nüscht jeändat annet Vahalten vonne Deutschen. Schon ja nich bei die Deutschen Autofaara.

Alle wolln se Recht ham, alle wolln Kanzla sein, und keena rückt ooch nua een Drollimeta nach rechts oda links. Voa allem die nich, die det Hindanis uff ihre Seite ham, aba det kennt ma ja.

Kiekense ma, dea olle Schlümpmann von jejenüba, dem die Kneipe jehöat, dea rennt o glei mit seine dicke Wanne uffde Straße, kieken, wo a sich wieda einmüschen kann. Dabei würdick dem ooch ma jerne paa Faastundn zum Uffrischen nahelejen, denn der kommt mit sein poplijet Auto nich ma aus de eijene Einfaaht raus. Dauand belesticht ea Leute, die solln det Auto von jejenüba die Einfaaht wegstelln, bloß weil dea nich rechßeitich sein Lenkrad einschlajen tut. Oda einfach ma andasrum rausfeehrt, wie det alle andan ooch müssen.

Un imma, wenn dea sieht, det uffde Straße wat los is, kiekta wie Napoleon, ob ürjendwea seine übaflüssje Meinung höan will. Na, wenna sonst nüscht zu tun hat. Vamutlich is der zu Hause ooch Kanzla. Oda seine Olle lässt ihn in den Jlauben, datta wat ßu saren hätte.

Denn die eijentliche Macht in Volke, ma janz unta uns Betschwestan, die ham ja sowieso wir Frauen aus det kleene Volk. Ohne uns läuft nüscht, ooch nicht dea Vakea!

So, un nu nehm Se ma de Neese weck, ick mach det Fensta wieda ßu!

(c) Petra A. Bauer, 09/2005
Dieser Text darf nicht ohne die ausdrückliche Genehmigung der Autorin anderweitig veröffentlicht werden. Dies gilt auch für alle anderen Texte der Internetseiten, die zum Webangebot von Petra A. Bauer gehören. Benutzen Sie bitte das Kontaktformular für die Anfrage. Ich teile Ihnen dann auch gerne meine Honorarvorstellungen mit.

  • Mittwoch, 18. März 2020 | IN EIGENER SACHE | LEBEN | LIFESTYLE
    Mein Corona-Tagebuch - Teil 2
    Ich habe das hier aufgeschrieben, weil ich es nicht vergessen möchte. Kann Spuren von Polemik und Mimimi enthalten.
  • Sonntag, 15. März 2020 | IN EIGENER SACHE | LEBEN | LIFESTYLE
    Freitag der Dreizehnte - Mein Corona-Tagebuch, Teil 1
    Ich habe das hier aufgeschrieben, weil ich es nicht vergessen möchte. Kann Spuren von Polemik enthalten.
  • Montag, 24. Februar 2020 | AUTORIN | BÜCHER | Tipps für Autoren
    Ideenfindung auf der Sechserbrücke
    Ich stehe heute mal auf der SECHSERBRÜCKE, die einen kurzen Auftritt in meinem Berlin-Krimi UNSCHULDSENGEL hat.
  • Montag, 10. Februar 2020 | AUTORIN | LEBEN | SCHREIBEN & VERÖFFENTLICHEN
    Langsam zu arbeiten ist besser, als gar nicht voranzukommen.
    Schnecke ist mein 5. Vorname.* Ich habe mich echt ewig darüber geärgert, dass ich überall so langsam bin. Im Sport sowieso, aber auch im täglichen Leben und im Business. Nehmen wir einmal das Beispiel Schreiben:  *Es stehen tatsächlich vier Vornamen in meinem Personalausweis.
  • Mittwoch, 18. Dezember 2019 | AUTORIN | SCHREIBEN & VERÖFFENTLICHEN | Tipps für Autoren
    “Ich schreibe, weil ich wissen will, wie es weitergeht.”
    Dieses Zitat stammt von mir. Und zwar von heute Morgen. Ich bin ja schon häufig interviewt worden (nun schon länger nicht mehr - logisch, weil ich in den letzten Jahren nichts Brandneues mehr veröffentlicht habe) und vorhin unter der Dusche hatte ich plötzlich diesen Satz im Kopf.  Ein bisschen fühlte ich mich wie bei Jeopardy!, weil mir erst danach einfiel, dass es die Antwort auf eine der Fragen ist, die mir besonders häufig gestellt wurde: "Warum schreiben